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SCHLESWIG-HOLSTEINISCHES FREILICHTMUSEUM e. V.

   

Torhaus Molfsee
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Exkursionen

Jann Uwe Petersen
Jann Uwe Petersen

Absage der Exkursion am Samstag, 16. Mai 2020

Aufgrund der Beeinträchtigung des gesellschaftlichen Lebens durch das Coronavirus und zu unser aller Schutz müssen wir die Exkursion leider absagen.
Wir werden sie voraussichtlich im Mai 2021 nachholen.

KZ-Gedenkstätte Neuengamme
„Der Wahrheit ins Auge schauen“

„Schuld ist, wie Unschuld, nicht kollektiv, sondern persönlich. Es ist allerdings eine schwere Erbschaft, die unsere Vorfahren den nachkommenden Generationen hinterlassen haben. Alle Deutschen müssen die Vergangenheit annehmen“.
Dies ist die Kernaussage einer der berühmtesten Reden unseres ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, die er „Zum 40. Jahrestag der Beendigung des Krieges in Europa und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ am 8. Mai 1985 im Plenarsaal des Deutschen Bundestages gehalten hat.

An dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte erinnert die KZ-Gedenkstätte Neuengamme im Südosten von Hamburg. Hier befand sich von 1938 bis 1945 das größte Konzentrationslager Nordwestdeutschlands. Mehr als 100.000 Menschen aus ganz Europa waren im Hauptlager und in zuletzt 87 Außenlagern (davon 11 in Schleswig-Holstein) inhaftiert. An den mörderischen Arbeits- und Lebensbedingungen einschließlich Lagerräumung bei Kriegsende starben nachweisbar mindestens 42.900 Häftlinge.

Ursprünglich waren die Konzentrationslager zur Inhaftierung politischer Regimegegner eingerichtet worden. Später wurden zunehmend weitere Verfolgtengruppen eingeliefert: jüdische Frauen und Männer, Sinti und Roma, Homosexuelle, Zeugen Jehovas, angebliche „Asoziale“ und „Kriminelle“. Im Laufe des Krieges bildeten Gefangene aus den besetzten Ostgebieten, vorwiegend aus Polen und der Sowjetunion, die Mehrheit. Aber auch aus Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Dänemark wurden Tausende Menschen hierher verschleppt.
Die Häftlinge hatten 10 bis 12 Stunden täglich Schwerstarbeit zu verrichten, bei völlig unzureichenden Lebens- und Arbeitsbedingungen. So wurden sie zunächst mit dem Aufbau des Häftlingslagers, des SS-Lagers, eines Klinkerwerkes und weiterer Produktionsstätten sowie, unter besonders furchtbaren Arbeitsbedingungen, mit der Schiffbarmachung der Dove Elbe und dem Anlegen eines Stichkanals mit Hafenbecken beschäftigt. Dann kamen die Einsätze in den Tongruben und in der Produktion von Ziegeln sowie Betonfertigteilen für Luftschutzbauten und Behelfswohnheime. In der zweiten Kriegshälfte standen Rüstungsproduktionen im Vordergrund. In den Außenlagern waren die Häftlinge neben der Rüstungsproduktion in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt, z.B. Trümmerbeseitigung, Landwirtschaft, Errichtung von Wehranlagen (z.B. „Friesenwall“ an der Nordseeküste).
Das KZ Neuengamme war kein Vernichtungslager mit fabrikmäßig organisierter Ermordung von Menschen in Gaskammern wie z.B. Ausschwitz-Birkenau, Majdanek, Treblinka, sämtlich außerhalb deutschen Territoriums, sondern eines der vielen Verfolgungs- und Arbeitslager mit gleichsam mörderischen Verhältnissen: „Vernichtung durch Arbeit“ (Krankheit, Unterernährung etc.).

Die KZ-Gedenkstätte umfasst nahezu das gesamte historische Lagergelände in einer Größe von 57 Hektar. 17 historische Gebäude sind erhalten, fünf Ausstellungen vermitteln die Geschichte dieses Ortes. Das weitläufige Gelände und die Ausstellungen sind zwar größtenteils barrierefrei, jedoch mittels relativ weiter Fußwege (2-3 km) zugänglich. Festes Schuhwerk und sicherheitshalber auch Regenschutz werden empfohlen.

Unsere Exkursion soll gerne auch junge Menschen ansprechen. Mit Richard von Weizsäckers Schlussworten „Schauen [auch] wir, so gut wir es können, der Wahrheit ins Auge“, auch 75 Jahre nach dem Geschehen.

Programm
Samstag, 16. Mai 2020

09.30 Busabfahrt in Molfsee (Museums-Parkplatz)
11.30 – 13.00 Mittagessen
im Restaurant „De Krauler Kroog“
13.30 – 17.30 KZ-Gedenkstätte Neuengamme
3-stündige Führung in zwei Gruppen
1 Stunde individuelle Vertiefung
(Kaffeeautomat vorhanden)
17.30 - 19.00 Rückfahrt nach Molfsee

Teilnahmebedingungen
Teilnehmerbeitrag:
Regulär: 45,00 € pro Person (Selbstfahrer: 35,00 €)
Reduziert*: 30,00 € pro Person (Selbstfahrer: 20,00 €)
* Schüler, Auszubildende, Studierende (mit Nachweis)

Anmeldungen bitte bis zum 5. April 2020.
Die Teilnehmerzahl ist auf mindestens 30, höchstens 50
Personen begrenzt. Selbstfahrer sind nur beschränkt zuglassen.
Bei Überschreitung der Plätze entscheidet das Los.
Nur wer bis zum 8. April 2020 eine Zusage erhalten hat, überweist bitte den Teilnehmerbeitrag von 45,00 € (35,00 €)
pro Person binnen einer Woche unter dem Stichwort „Exkursion 16.05.20“ auf unser Konto der Kieler Volksbank,
IBAN DE48 2109 0007 0072 3680 04.
Falls Sie die Teilnahme sehr kurzfristig absagen müssen, tragen Sie eine anteilige Kostenpauschale von 20,00 € (*15,00 €), sofern kein Nachrücker gefunden werden kann.
Wenn wir uns nicht bei Ihnen gemeldet haben, sind Sie leider bei dieser Exkursion nicht dabei.

Speisenauswahl im Restaurant „De Krauler Kroog“

Schweineschnitzel in Eihülle gebraten mit gemischtem Gemüse und Petersilienkartoffeln

Roastbeef kalt mit Remouladensauce und Bratkartoffeln, dazu kleiner gemischter Salat

Pannfisch mit Petersilienkartoffeln, dazu kleiner gemischter Salat

Frische Bandnudeln mit Frühlingsgemüse und Rucola

Exkursionsflyer (PDF)


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Kontakt
Schleswig-Holsteinisches Freilichtmuseum e.V.
Hamburger Landstraße 101, 24113 Molfsee
Telefon: 0431 – 659 4455 6 (auch am Exkursionstag)
Fax: 0431 – 659 4455 7
E-Mail: post@freilichtmuseum-ev.de

 

Bisherige Ziele:

„Lübeck - Deine Nobelpreisträger“
Thomas Mann, Willy Brandt, Günter Grass
(Einladung PDF)

Toleranz-Stadt Rendsburg
Jüdisches Museum / Elektromuseum / Stadtführung (Einladung PDF)

Hamburger Raum
Museumsdorf Volksdorf, Freilichtmuseum am Kiekeberg (Rosengarten-Ehestorf), Plaza der Elbphilharmonie

Langeneß
Halligleben - Das Haus von Langeness (Einladung PDF)

Heide, Wesselburen und Husum
"Dichter, Künstler, Kluge Köpfe"

Haithabu und Danewerk
"Auf den Spuren der Wikinger"

Lübeck
"Auf den Spuren der Hanse"

Dithmarschen und Meldorf
"Volkskunde an der Westküste" - Ekursion in die "Bauernrepublik" Dithmarschen

Schleswig
Schloss Gottorf und Hesterberg

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