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SCHLESWIG-HOLSTEINISCHES FREILICHTMUSEUM e. V.

   

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Exkursionen

Jann Uwe Petersen
Jann Uwe Petersen

Mitgliederexkursion am Sa., 13. Mai 2023

Schloss Glücksburg – europäisch durch und durch
Landschaftsmuseum Angeln/Unewatt – ein Unikat

Das Schloss Glücksburg zählt zu den bedeutendsten Renaissanceschlössern Nordeuropas. Als Lehen des dänischen Königs diente es den herzoglichen Linien des Hauses Glücksburg als Stammsitz und war zeitweise auch Residenz des dänischen Könighauses.

„Majestätisch wie ein Märchenschloss ragt das Glücksburger Schloss aus dem Wasser empor“. So ließ Herzog Jahann der Jüngere zu Schleswig-Holstein-Sonderburg das Schloss zwischen 1582 und 1587 auf dem Gelände des ehemaligen Rüdeklosters erbauen. Architekt Nikolaus Karies nutzte dafür das Baumaterial des Klosters. So steht das Schloss auch nicht wie die meisten Wasserschlösser auf Pfählen, sondern auf einem 2,5 Meter hohen Granitsockel. Der quadratische Grundriss resultiert aus drei gleichgroßen Einzelhäusern, die von vier Ecktürmen flankiert werden.

Herzog Johann folgten etliche Nachfolger aus den Linien des Hauses Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg. 1779 ging das Lehen zurück an das Dänische Königshaus. Unter König Christian IX erhielt das Schloss den Ruf „Wiege Europas“, der König wurde als „Schwiegervater Europas“ bezeichnet. Aus seiner Ehe mit Prinzessin Louise von Hessen wurden drei Töchter in die Königshäuser von England und Russland einverheiratet, Sohn Georg wurde König von Griechenland, Enkel Carl König von Norwegen. Das Haus Glücksburg ist aus dieser Zeit bis heute mit fast allen großen europäischen Dynastien verwandt.

Nach dem Zweiten Dänischen Krieg 1864 ging das Schloss in preußischen Besitz über. Preußenkönig Wilhelm I zeigte kein persönliches Interesse und übertrug das Schloss 1869 zurück an die herzogliche Familie, die hier wieder Wohnsitz nahm, bevor sie nach und nach u.a. in die Herrenhäuser der Güter Louisenlund und Grünholz umzog.

1922 brachte die Familie das Schloss, das beide Weltkriege ohne größere Schäden überstanden hat, in eine Familienstiftung ein, deren Zweck neben der Erhaltung auch die museale Teilhabe der Öffentlichkeit vorsieht. Der Vorstand der Stiftung wird durch die herzogliche Familie selber gestellt, aktueller Geschäftsführer ist seit 1980 Christoph zu Schleswig-Holstein.

Über dem Portal finden wir die Buchstaben GGGMFGott gebe Glück mit Frieden. Auf die Führung durch die Innenräume dieses geschichtsträchtigen Schlosses dürfen wir uns freuen.

Nur 10 km entfernt, im Norden Angelns,  tauchen wir in Unewatt ein, ein Dorf, das sich durch viele denkmalgeschützte Gebäude auszeichnet und in seinem Orts- und Landschaftsbild von den Einflüssen der letzten Jahrzehnte relativ unbeeinflusst geblieben ist. Hier entstand in den 90-er Jahren das Landschaftsmuseum Angeln/Unewatt in Trägerschaft der Kulturstiftung des Kreises Schleswig-Flensburg. Es begann mit dem Abriss eines Fachhallenhauses in Süderbrarup, das als Marxenhof hier wieder aufgebaut wurde. Es folgten Restaurierungen der Räucherei, des Transformatorenhauses, der Buttermühle, der Windmühle „Fortuna“ und des Christesenhofes, einhergehend mit vielen privaten Gebäudesanierungen. Also anders als in den meisten Freilichtmuseen wie auch Molfsee stehen außer dem Marxenhof alle Museumsgebäude an ihrem ursprünglichen Platz.

Auf einem insgesamt 1,7 km langen Museumsrundweg werden wir die sogenannten „Museumsinseln“ erleben.  Dabei bewegen wir uns zwischen drinnen und draußen, zwischen öffentlichen und privaten Gebäuden, zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Wir erleben Landschaft und Kultur und werden gelebte Ursprünglichkeit spüren. Ein museales Unikat.

Natürlich kommt auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Denn mittendrin im Dorf finden wir den passenden Dorfgasthof, dem Inhaber und Koch Hendrik Kleist den Namen „Unewatt by Hendrik“ gegeben hat. Markenzeichen: Regional, Lecker, Hausgemacht.  Hier werden wir uns genussvoll stärken, bevor es ins Gelände geht.

Exkursionsflyer (PDF)

 

PROGRAMMABLAUF
Samstag,13. Mai 2023

08.00 Busabfahrt in Molfsee (Museums-Parkplatz)
09.30 – 11.30 Führung durch Schloss Glücksburg
11.30 – 12.00 Weiterfahrt nach Unewatt
12.00 – 13.30 Mittagessen
Restaurant „Unewatt by Hendrik“
(Unewatter Str. 8, 24977 Langballig
13.30 - 15.30 Landschaftsmuseum Angeln/Unewatt
15.30 - 17.00 Rückfahrt nach Molfsee


TEILNAHMEBEDINGUNGEN
Teilnehmerbeitrag:
60,00 € pro Person im Bus / Selbstfahrer: 50,00 €

Anmeldungen bitte bis zum 26. Februar 2023.
Die Teilnehmerzahl ist auf mindestens 30, höchstens 50
Personen begrenzt. Der Bus wird vorrangig belegt. Bei Überschreitung der Plätze entscheidet das Los.
Nur wer bis zum 1. März 2023 eine Zusage erhalten hat, kann teilnehmen. Den Teilnehmerbeitrag erbitten wir nach unserer Zusage unter dem Stichwort „Exkursion 13.05.2023“ auf unser Konto der Kieler Volksbank, IBAN DE48 2109 0007 0072 3680 04.
Falls Sie die Teilnahme sehr kurzfristig absagen müssen, tragen Sie eine anteilige Kostenpauschale von 20,00 €, sofern kein Nachrücker gefunden werden kann.
Wenn wir uns nicht bei Ihnen gemeldet haben, sind Sie leider bei dieser Exkursion nicht dabei.

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Kontakt
Schleswig-Holsteinisches Freilichtmuseum e.V.
Hamburger Landstraße 101, 24113 Molfsee
Telefon: 0431 – 659 4455 6 (auch am Exkursionstag)
Fax: 0431 – 659 4455 7
E-Mail: post@freilichtmuseum-ev.de

 

Bisherige Ziele:

„Lübeck - Deine Nobelpreisträger“
Thomas Mann, Willy Brandt, Günter Grass
(Einladung PDF)

Toleranz-Stadt Rendsburg
Jüdisches Museum / Elektromuseum / Stadtführung (Einladung PDF)

Hamburger Raum
Museumsdorf Volksdorf, Freilichtmuseum am Kiekeberg (Rosengarten-Ehestorf), Plaza der Elbphilharmonie

Langeneß
Halligleben - Das Haus von Langeness

Heide, Wesselburen und Husum
"Dichter, Künstler, Kluge Köpfe"

Haithabu und Danewerk
"Auf den Spuren der Wikinger"

Lübeck
"Auf den Spuren der Hanse"

Dithmarschen und Meldorf
"Volkskunde an der Westküste" - Ekursion in die "Bauernrepublik" Dithmarschen

Schleswig
Schloss Gottorf und Hesterberg

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